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Auf der Grünen Woche in Berlin wurde am Montag der traditionelle Brandenburg-Tag veranstaltet.
Bei einem Rundgang informierten sich Ministerpräsident Matthias Platzeck und Agrarminister Jörg Vogelsänger (beide SPD) in der Messehalle 21 a - der "Brandenburghalle" - über die märkischen Angebote. Sie besuchten Messestände und probierten regionale Spezialitäten. Platzeck besuchte anschließend auch ein Kochstudio, wo er gemeinsam mit Profi-Köchen ein Gericht zubereitete.
Der Regierungschef kritisierte bei seinem Auftritt auf der Grünen Woche Dumpingpreise bei Lebensmitteln. Für qualitativ hochwertige Nahrungsmittel müssten auch angemessene Preise bezahlt werden, so der SPD-Politiker. Wer für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine verbesserte Tierhaltung sei, könne nicht Lebensmittel zu
Discountpreisen verlangen. Die Bauern müssten von ihrer Arbeit leben können.
Brandenburg präsentiert sich auf der weltgrößten Leistungsschau für Ernährung und Landwirtschaft zum 20. Mal in einer eigenen Halle. Bei der Grünen Woche werden bis Sonntag rund 400.000 Gäste erwartet.
Schon über 100.000 Besucher auf weltgrößter Agrarmesse
Das Land Brandenburg ist bereits zum 20. Mal auf der weltgrößten Agrar- und Verbrauchermesse mit einer eigenen Halle vertreten. Noch bis zum 29. Januar präsentieren sich mehr als 1600 Aussteller aus knapp 60 Ländern. Besucher können auf einem Erlebnisbauernhof den Weg der Nahrung von Stall und Feld auf den Teller verfolgen und in der Blumenhalle tausende Pflanzen bewundern.
Bis zum Ende der Messe erwarten die Veranstalter rund 400.000 Besucher. Am Sonntagmittag wurde bereits der 100.000. Gast auf der Grünen Woche begrüßt.
Demonstration gegen industrielle Agrarproduktion
Am Rande der Grünen Woche hatten am Samstag in Berlin mehrere tausend Menschen für einen Kurswechsel in der Agrarpolitik demonstriert. An dem Protestzug zum Kanzleramt unter dem Motto "Wir haben es satt!" nahmen nach Angaben der Veranstalter rund 23.000 Menschen teil. Sie forderten eine ökologischere und gerechtere Landwirtschaft.
Die Veranstalter der Protestaktion warfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik bislang "Steigbügelhalter für die Agrarindustrie" zu sein. Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt werden.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2012_01/brandenburgtag_auf.html