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Ab 30. April benötigt man für den ungetrübten Fernsehempfang eine digitale Satelliten-Anlage. Wer gerne mobil ist, für den sind kleine, kompakte Anlagen interessant. was! testet: Wie funktioniert der Aufbau? Wie lange dauert es, bis die Sender eingestellt sind? Wie gut ist der Empfang?
Wenn Ende April europaweit das analoge Satelliten-Signal abgeschaltet wird, ist Fernsehen dann nur noch auf digitalem Wege möglich. Mieter in Berlin und Brandenburg werden von diesem Wechsel wenig mitbekommen, weil die meisten Kabelbetreiber schon umgeschaltet haben. Doch was bedeutet das Ende des analogen Fernsehens für Datschenbesitzer und Camper? Wie teuer ist der Umstieg für sie? Eine Möglichkeit, sich gegen einen schwarzen Bildschirm zu rüsten, sind mobile Satellitenanlagen für den Digitalempfang.
Die Testgeräte
"was!" hat zwei solcher Anlagen auf den Prüfstand gestellt:
Den Skymaster DXM 520 für 60 Euro und
eine Maxview-Anlage für 200 Euro.
Aufbau und Einstellung der Satelliten
Gleich zu Testbeginn stockte es beim Aufbau des teuren Maxview. Die diversen Aufbauanleitungen waren nicht verständlich genug. So hatten zum Beispiel die Schrauben keine Bezeichnungen und waren deshalb schwer zuzuordnen. Laut Werbung sollen die Anlagen in wenigen Minuten empfangsbereit sein. Für die erste Inbetriebnahme ist das beim Maxview aber völlig unrealistisch. Unsere Tester waren erst nach zweieinhalb Stunden soweit. Die kleinere 60-Euro-Anlage von Skymaster bekam für den Zusammenbau deutlich bessere Noten. Die Einstellung des Satelliten war dann selbst bei freier Sicht ein Geduldsspiel. Erst mit Hilfe eines ausgewiesenen Satellitenprofis konnten wir scharfe Bilder empfangen.
Beim 200-Euro-Gerät (Maxview) war die Satellitensuche leichter. Hier half ein mitgeliefertes Ortungsgerät. Die Receiver funktionieren ähnlich wie beim Fernseher. Es gibt eine extra Fernbedienung. Ein Sendersuchlauf ist nicht notwendig. Beide Geräte haben eine vorprogrammierte Programmliste, die auf deutsche Zuschauer zugeschnittenen ist. Und die Programme lassen sich beliebig umsortieren. Die Bildqualität war in beiden Fällen gut.
Der wichtigste Tipp
Der Neigungswinkel muss richtig eingestellt sein. Dieser Winkel ist aber je nach Region unterschiedlich.
Unser Fazit
Ist der Satellit einmal gefunden, funktioniert der Fernsehempfang auch mit billigen Mobilanlagen gut. Bis der Aufbau in nur wenigen Minuten erfolgen kann, muss man aber lange üben.
Beitrag von: Carsten Beyer
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/was/archiv/was__vom_06_02_2012/was__testet__mobile.html